Ewiger Sturm
Die Atmosphäre
Zusammensetzung
Die Atmosphäre der Venus setzt sich zu 96% aus Kohlenstoffdioxid und 3,5% aus Stickstoff zusammen. Aufgrund der großen Gesamtmasse der Atmosphäre gibt es somit darin fünf mal so viel Stickstoff wie in der Lufthülle der Erde. Die Venusatmosphäre ist so dicht, dass man Radar einsetzen muss, um die Oberfläche erkunden zu können. Die Venus ist der einzige solare Gesteinsplanet, der eine ständig undurchsichtige Atmosphäre hat.
Ozonschicht
Genau wie die Erde besitzt die Venus eine Ozonschicht, jedoch ist die der Venus viel dünner und liegt weiter oben als die der Erde.
Strahlender Planet
Warum ist die Venus so hell?
Die Atmosphäre des Planeten streut 77% des eintreffenden Sonnenlichts zurück. Dadurch scheint die Venus beinahe zu leuchten.
unerklärliches Phänomen
Superrotation
Der Rest der nicht reflektierten Strahlung wird zu zwei Dritteln von der Wolkendecke absorbiert. Diese Energie treibt die obersten Wolkenschichten zu einer Geschwindigkeit von ca. 100 m/s in Rotationsrichtung an, sodass diese Wolken sich in nur 4 Tagen einmal um die Venus bewegen. Somit rotiert die Hochatmosphäre der Venus 60 mal schneller als der Planet selbst. Dieses Phänomen wird „Superrotation“ genannt. Der Grund dafür ist noch nicht befriedigend geklärt; Es gibt sie aber nur bei den drei festen Weltkörpern unseres Sonnensystems, die eine dichte Atmosphäre besitzen: Venus, Titan und die Erde.
Schwefelregen
Die Atmosphäre der Venus ist extrem dicht (50x so dicht und 90x so massereich wie die der Erde) und undurchsichtig. Dies liegt hauptsächlich an einer stets geschlossenen Wolkendecke und nicht an der Masse bzw. der Dichte der Hülle.
75 Masseprozent der Wolken bestehen aus Schwefelsäuretröpfchen, die aus den höheren Wolkenschichten in die tieferen hinabregnen. Sie kommen aber nur bis unweit der Unterseite der Wolkendecke, wo sie aufgrund der hohen Temperaturen verdampfen und sich in Schwefeldioxid, Wasserdampf und Sauerstoff zersetzen.